Warum solltet ihr (mit Kind) nicht nach Afrika – bzw. wem würde ich es nicht empfehlen?

Warum solltet ihr (mit Kind) nicht nach Afrika – bzw. wem würde ich es nicht empfehlen?

Unsere fünf Wochen mit dem Dachzeltcamper in Botswana waren ein großartiges Abenteuer. Für uns hat es perfekt gepasst – aber so eine Reise ist nicht für jede Familie geeignet. Damit ihr eine realistische Vorstellung bekommt, habe ich hier die wichtigsten Punkte zusammengestellt, die gegen eine Reise dieser Art sprechen können:

1. Lange Autofahrten sind ein Problem für euch

Ein Großteil der Reise findet im Auto statt: auf langen Verbindungsstrecken oder bei den Game Drives. Wer Autofahren nicht mag oder ein Kind hat, das ungern längere Zeit stillsitzt, wird schnell an seine Grenzen kommen.




2. Ihr seid anfällig für Reisekrankheit

Die Straßen in Botswana bestehen oft aus Sand, Wellblech oder Schlaglöchern. Das Auto wackelt und rüttelt permanent. Wer empfindlich auf solche Bewegungen reagiert, dem wird es schwerfallen, die Fahrten zu genießen.

3. Ihr legt großen Wert auf saubere Kleidung

Staub gehört in Afrika einfach dazu. Er kriecht in jede Tasche, ins Zelt und in die Kleidung. Wer täglich frische, saubere Outfits erwartet, wird enttäuscht – das ist unterwegs schlicht nicht machbar.

4. Ihr möchtet jeden Tag warm duschen

Nicht jedes Camp verfügt über Duschen, und wenn, dann ist warmes Wasser nicht garantiert. Teilweise gibt es nur einen Eimer oder kaltes Wasser. Wer tägliche warme Duschen als unverzichtbar ansieht, wird hier nicht glücklich.





5. Plumpsklos sind für euch undenkbar

In vielen einfachen Camps gibt es keine modernen Sanitäranlagen. Stattdessen findet man Plumpsklos – oder auch mal nur ein Loch im Boden. Das gehört dazu und lässt sich nicht vermeiden.

6. Ihr habt Angst vor Tieren

In Botswana gibt es häufig keine Zäune um die Camps. Tiere wie Elefanten, Hyänen oder sogar Löwen können sehr nah kommen. Respekt ist wichtig, Angst jedoch macht es schwer, die Reise entspannt zu erleben.

7. Ihr braucht viel Platz und Rückzugsmöglichkeiten

Im Dachzelt oder Camper lebt man auf engem Raum. Privatsphäre gibt es kaum, Rückzugsmöglichkeiten sind sehr begrenzt. Wer viel Raum für sich braucht, wird die Enge schnell als belastend empfinden.

8. Ihr mögt kein Lagerfeuer

Das Lagerfeuer ist fester Bestandteil eines jeden Abends – nicht nur wegen der Stimmung, sondern auch, weil es im Busch Sicherheit bietet. Die Kleidung riecht danach oft tagelang nach Rauch. Wer damit nicht leben kann, wird ein Problem haben.

9. Das Thema Malariaprophylaxe

In Botswana ist eine Malariaprophylaxe ratsam. Es gibt unterschiedliche Ansätze, ob man sie durchgehend nimmt oder nur im Notfall – darüber wird viel diskutiert. Klar ist: Man sollte sich vorab intensiv mit dem Thema beschäftigen, mit Fachleuten sprechen und eine bewusste Entscheidung treffen. Für Familien mit Kindern ist das besonders wichtig.

10. Frühaufsteher sollten es schon sein

Die besten Sichtungen hat man meist am frühen Morgen, wenn die Tiere aktiv sind. Das bedeutet: sehr früh aufstehen – und zwar alle, auch das Kind. Dazu kommt, dass es morgens oft noch kalt ist, besonders im Winter. Wer kein Frühaufsteher ist oder Schwierigkeiten mit Kälte hat, wird manche der schönsten Momente verpassen.

Fazit:

Eine solche Reise ist einzigartig – aber sie verlangt Flexibilität, Gelassenheit und Freude am Abenteuer. Wer sich in mehreren dieser Punkte wiedererkennt, sollte vielleicht eine andere Reiseform wählen. Wenn euch aber Staub, Nähe zu wilden Tieren und einfaches Leben nicht abschrecken, sondern neugierig machen, dann kann ein Dachzeltabenteuer in Afrika eine der eindrucksvollsten Erfahrungen eures Lebens sein. 🌍✨

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