Abenteuerreise mit Kind: Fünf Wochen Botswana im Dachzeltcamper
1. Einleitung
Unsere Liebe zu Afrika begann bereits vor über einem Jahrzehnt – und hat seitdem nie nachgelassen. 2012 reisten wir als frisch verliebtes Paar zum ersten Mal ins südliche Afrika. Damals erkundeten wir die schöne Garden Route, erlebten Kapstadt und bestaunten die Tierwelt im Addo Elephant National Park. Man kann wohl sagen: die klassische Einsteigertour.
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| 2012: Blick vom Lions Head auf Kapstadt |
Das war aber nur der Anfang! Drei Jahre später, 2015, war Johannesburg unser Ausgangspunkt, und wir entdeckten die Weiten des Kruger Nationalparks, tauchten in die Wildnis des Hluhluwe-iMfolozi ein, und erlebten die Kultur von Swaziland sowie die Bergwelt von Lesotho. Beide Touren unternahmen wir mit einem (normalen) kleinen Mietwagen und konnten so die (unendliche) Freiheit in Südafrika genießen.
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| 2015: Sani-Pass |
Im Jahr 2022 ging das Abenteuer weiter. Diesmal jedoch mit einer entscheidenden Veränderung: Wir waren erstmals mit unserer Tochter unterwegs! Die Geburt unserer Tochter war sicherlich ein Grund, warum es einige Zeit dauerte, bis es wieder nach Afrika ging. In der Zwischenzeit verbachten wir im Jahr 2018 sieben fantastischen Wochen im Camper durch Neuseeland und entdeckten weitere Urlaubsziele in Europa.
Namibia stand auf dem Plan, und statt eines gewöhnlichen Mietwagens entschieden wir uns diesmal für einen Dachzeltcamper – was für ein Unterschied! Die Schönheit Namibias, die weiten Landschaften und die klaren Sternenhimmel waren so noch intensiver zu erleben. Unsere Tochter war ebenso begeistert wie wir – die Erfahrung, mitten in der Natur aufzuwachen, die Tiere so nah zu sehen und abends im Zelt den Geräuschen der afrikanischen Wildnis zu lauschen, war unvergleichlich.
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| 2023: Camping bei Spitzkoppe |
"I never knew of a morning in Africa when I woke up that I was not happy."
Und nun, 2025, wollen wir uns erneut auf die Straßen und in die Wildnis Afrikas wagen – diesmal zieht es uns nach Botswana! Fünf Wochen lang, davon eine in Südafrika, wieder mit Dachzeltcamper und unserer Tochter an Bord, werden wir das Land der unberührten Natur erkunden. Botswana, bekannt für seine unglaubliche Tierwelt und die Weiten des Okavango-Deltas, wird sicher ein weiteres unvergessliches Kapitel in unserer Afrika-Liebesgeschichte schreiben.
In diesem Blog nehmen wir euch mit auf unsere Reise, zeigen euch die schönsten Orte Botswanas, schildern Euch unsere Erlebnisse mit dem Dachzelt und wie es ist, als Familie in der Wildnis Afrikas unterwegs zu sein. Von Begegnungen mit Elefanten und Löwen bis hin zu magischen Sonnenuntergängen – kommt mit uns auf dieses großartige Abenteuer!
Aber fangen wir von vorne an: Fragen, die wir uns vor der Reise(planung) gestellt haben
Bevor wir zu unserem großen Botswana-Abenteuer aufbrechen, haben uns natürlich viele Fragen beschäftigt. Wenn wir fünf Wochen in einem Dachzeltcamper, mitten in der Wildnis und oft ohne Zäune um den Campingplatz, unterwegs sind, möchten wir gut vorbereitet sein. Hier sind einige der wichtigsten Fragen, die wir uns gestellt haben – und wie wir sie für uns beantwortet haben:
Die richtige Reisezeit
Eine der ersten und wichtigsten Überlegungen bei der Planung unserer Reise war die richtige Reisezeit. In Botswana gibt es eine (relativ) klare Regen- und Trockenzeit, und wann man reist, beeinflusst die Erfahrung stark. Da wir seit der Einschulung unserer Tochter an die Schulferien gebunden sind, fällt unsere Reisezeit automatisch in die Sommerferien, also in die Monate Juli und August. Das ist zwar eine hervorragende Zeit, um Tiere zu beobachten, bringt aber auch einige Herausforderungen mit sich, wie kalte Nächte in der Kalahari (Wüste) und höhere Flugpreise. Ferner müssen viele Campsites weit im voraus gebucht werden. Denn: Der Juli und August gelten gerade in Botswana als High-Season.
Wer flexibel ist, sollte sich überlegen, die Monate außerhalb der Schulferien in Betracht zu ziehen. Der Juni, zum Beispiel, ist oft weniger frequentiert, die Flugpreise häufig günstiger – ideal für eine ruhigere Safari-Erfahrung. Auch die Mietfahrzeuge kosten weniger - informieren lohnt sich daher definitiv. Des Weiteren helfen natürlich die gängigen Klimatabellen.
Die Route: Was ist realistisch?
Botswana ist riesig und bietet viele Möglichkeiten für Abenteuer. Eine der größten Fragen, die wir uns gestellt haben, war: Welche Route ist in fünf Wochen realistisch machbar, ohne dass die Reise in Stress ausartet? Wir wollten sicherstellen, dass wir genügend Zeit an den einzelnen Orten verbringen, um die Tierwelt und Landschaft wirklich genießen zu können, und gleichzeitig unser Kind nicht zu überfordern.
Unsere Route musste familienfreundlich sein, sollte aber dennoch alle Highlights abdecken: Das Okavango-Delta, der Chobe Nationalpark und die Salzpfannen von Makgadikgadi standen ganz oben auf unserer Liste. Wer eine ähnliche Reise plant, sollte gut überlegen, wie viele Kilometer man pro Tag schaffen will – besonders auf den teils anspruchsvollen Pisten in Botswana. Ein weiterer Faktor ist der bzw. sind die Anreiseflughäfen. Windhoek, Johannesburg, Kapstadt oder mit einem Zubringerflug direkt in Botswana starten?
Die Flüge: Herausforderung Reisezeit
Eins vorweg: Günstige Flüge wie vor einigen Jahren sind heute nicht mehr so leicht zu finden. Natürlich ist vieles teurer geworden, aber ein weiterer entscheidender Grund ist, dass wir nun an die Sommerferien gebunden sind. Früher, als wir noch flexibler waren, konnte ich für Reisen im Juni Flüge unter 700 € pro Person finden. Heute, in der Hochsaison im Juli und August, ist das fast unmöglich.
Die meisten Flüge lagen bei über 3.000 € für uns drei. Wer also wie wir mit Schulkindern unterwegs ist, sollte frühzeitig mit der Flugsuche beginnen und sich auf höhere Kosten einstellen. Es kann sich auch lohnen, Verbindungen über andere Städte zu suchen. Für uns war im Laufe der Planung aber klar, dass wir in Johannesburg starten und über Kapstadt zurückfliegen wollten. Viele nutzen aber auch den Einstieg über Windhoek.
Als Airline-Anbieter kommen die üblichen Verdächtigen in Frage:
- mit Lufthansa ist man über die Hubs Frankfurt oder München mit einem Direktflug natürlich am schnellsten da. Häufig sind die Preise aber auch etwas teurer.
- weitere spannende Direktflüge sind ab Amsterdam (KLM), Paris (Air France) und Zürich (Swiss Air) zu finden. Vergleichen lohnt sich.
- Airlines aus dem "Nahen Osten" können ebenfalls interessant sein: Turkisch Airlines (über Istanbul), Qatar Airways (über Doha) oder Emirates (über Dubai). Nachteil: Oft sitzt man mehrere Stunden am Flughafen, so verlängert sich die Anreisezeit. Ferner fliegt man eine Umweg, was die reine Reisezeit um einige Stunden verlängert. Vorteil: Man kann den Umstieg auch für einen kurzen Stop-Over Aufenthalt nutzen.
- weitere interessante Verbindungen gibt es bei Ethiopian Airlines
Das richtige Auto: Dachzeltcamper oder Mietwagen?
Nachdem wir 2022 in Namibia erstmals mit einem Dachzeltcamper unterwegs waren, haben wir uns sofort in diese Art des Reisens verliebt. Aber die Frage war: Ist ein Dachzeltcamper auch für Botswana die richtige Wahl? Schließlich waren wir vorher jahrelang mit einem normalen Mietwagen unterwegs. Klare Antwort: JA!
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| Unser Dachzeltcamper 2022 |
Der Dachzeltcamper bietet eine einfach mehr Freiheit, besonders in einem Land wie Botswana, wo man oft weit entfernt von jeglicher Zivilisation unterwegs ist. Man ist immer direkt in der Natur und hat das Camp innerhalb weniger Minuten aufgebaut. Auch unsere Tochter fand es spannend, im Zelt zu schlafen und morgens von den Geräuschen der Wildnis geweckt zu werden. Wer jedoch auf etwas mehr Komfort und weniger Abenteuer steht, könnte sich auch für einen Allrad-Mietwagen mit Lodges entscheiden – es kommt ganz auf die eigenen Vorlieben an. Wenn wir ehrlich sind: Die Lodge-Preise sind in Botswana aber so hoch - das ist wirklich nur für die ganz gut "Situierten".
Kommen wir zum richtigen Anbieter. Die Auswahl ist zwar recht überschaubar, aber vergleichen lohnt sich. Ein weiterer wichtiger Punkt: Wo haben die Anbieter ihre Depots zur Fahrzeugübergabe und -rücknahme.
Wir haben uns intensiv mit folgenden Anbieter beschäftigt:
- Asco Car Hire
- Bushlore
- Africamper
- Britz
- Zebra 4x4 Rental
Die meisten Anbieter kannten wir bereits von unserer Namibia-Reise. Wir mussten jedoch feststellen, dass sich die Preise im Vergleich zu 2022 deutlich erhöht haben. Klar: Inflation, High-Season, ein anderer Ort der Fahrzeugübergabe und -rücknahme. Viele Faktoren spielen eine Rolle. Warum wir uns am Ende für Africamper entschieden haben erfahrt Ihr auf den folgenden Seiten.
Sicherheit und Malaria: Was muss man beachten?
Ein weiterer Aspekt unserer Reiseplanung war die Frage nach der Sicherheit, vor allem mit einem Kind. Botswana gilt als eines der sichersten Länder im südlichen Afrika, dennoch wollten wir gut vorbereitet sein. Besonders das Campen ohne Zäune, wo sich Wildtiere frei bewegen können, stellte uns vor einige neue Herausforderungen - just in Time wurde ein Tierliebhaber in Namibia morgens von einer Löwin überrascht ukd tödlich verletzt. Aber diese Story wurde in vielen Foren bereits hoch und runter diskutiert.
Mit dem richtigen Verhalten und Respekt vor der Natur ist es unserer Meinung nach jedoch bedenkenlos machbar. Wir haben uns vorab intensiv informiert, wie man in der Nähe von Tieren richtig reagiert und welche Campingplätze als sicher gelten bzw. wo besondere Vorsicht geboten ist.
Zum Thema Sicherheit: Generell kann es einen in jedem Land treffen. Wir hatten bei unseren Reisen bis dato immer keine Probleme. Trafen stets nette Leute, ob an Tankstellen, in Restaurants oder einfach auf der Straße. Hier gilt: gesunder Menschenverstand hilft.
Ein weiteres Thema war Malaria. Da Botswana zum Teil in Malariagebieten liegt, haben wir uns vorher gut über Prävention und Risiken informiert. Vor allem in den nördlichen Regionen, wie dem Okavango-Delta und Chobe, besteht ein erhöhtes Risiko. Wir haben uns für eine Malariaprophylaxe entschieden und waren stets vorsichtig, besonders in den Abend- und Nachtstunden, um Stiche zu vermeiden. Eine Diskussion über Pro und Contra wollen wir nicht anfangen.
All diese Fragen standen auf unserem Programm – und wir teilen gerne unsere Erfahrungen mit euch. Denn eine gute Vorbereitung ist der Schlüssel zu einem entspannten und unvergesslichen Abenteuer!
Ihr wollt mit uns reisen! Auf den nächsten Seiten geht es los!
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Warum gerade jetzt?
Weil unser Countdown läuft: Bis zu unserem Abflug werden wir wöchentlich neue Artikel veröffentlichen, mit Tipps, Routen, Learnings und Packlisten. Ab dem Start der Reise in Botswana – berichten wir täglich direkt aus dem Dachzelt. Nah, authentisch, aus erster Hand.
Du bist dann quasi live dabei.




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