Von Maun ins Herz des Buschs

 🚙 Von Maun ins Herz des Buschs: Unsere Nacht auf der Mankwe Campsite

Nach einer angenehmen Nacht im Planet Baobab machten wir uns frühmorgens auf den Weg Richtung Maun. Dort stand der Fahrzeugtausch mit Africamper an – in der New Mall, einem Einkaufszentrum am Stadtrand. Alles klappte pünktlich, doch kurz vor Abfahrt entdeckte ich eine Schraube im Hinterreifen des neuen Wagens. Oh nein.

Also rausgedreht, Wasser drüber, gehofft – und tatsächlich: keine sichtbaren Luftblasen. Also wagten wir die Weiterfahrt. Unser Ziel: das Mankwe Tented Retreat, oder genauer gesagt: eine der (ich glaube) neuen, abgelegenen Campsites, die zum Retreat gehören. So ganz klar ist es nicht.

🌿 Campsite: Abgeschieden, wild und wunderschön

Sei es drum. Die Campsites liegen nicht direkt am Haupthaus, sondern weit draußen im Busch – fast schon für sich allein. Keine anderen Camper, keine Zivilisation. Nur Natur, Ruhe, Vogelstimmen, und gelegentlich das Rascheln im Unterholz.

Jede Site ist großzügig angelegt, mit eigenem Waschhaus (inkl. Dusche und Spültoilette), Schatten unter Mopane-Bäumen, einem Feuerplatz – und sogar kostenlosem Feuerholz für den ersten Abend. Wirklich ein Top Preis-Leistungs-Verhältnis für diese Lage.

🦁 Vorsicht ist geboten – hier sind wir nicht allein

Bei der Ankunft begrüßte uns der Camp-Manager persönlich und teilte beiläufig mit, dass vor gerade einmal zwei Tagen ein Löwenrudel durchs nahegelegene Tal gezogen war. Eine Erinnerung daran, dass wir hier nicht auf einem gewöhnlichen Campingplatz standen – sondern mitten im Lebensraum wilder Tiere.

Also hielten wir uns beim Aufbauen eher leise, checkten den Umkreis und machten uns am frühen Abend ans Lagerfeuer. Die Stimmung: ein langsam glimmendes Feuer, das Knistern des Holzes, die untergehende Sonne, dann Dunkelheit – mit wie so häufig einem riesigen Sternenhimmel über uns.

🌌 Die Nacht: Wildnis hautnah

Wie immer ging’s früh in den Schlafsack – doch diesmal etwas wachsamer als sonst. Und leider – oder vielleicht typisch – vergaßen wir, die Wildtierkamera aufzustellen. Ein Fehler, denn in der Nacht war definitiv etwas los…

Am nächsten Morgen fanden wir zahlreiche Spuren um unser Zelt: Hyänen, vermutlich auf der Suche nach Essbarem, und Böcke, die wohl durch das Camp gezogen sind.



Ein mulmiges, aber auch faszinierendes Gefühl: zu wissen, dass sich in der Dunkelheit so viel bewegt, was wir nie zu Gesicht bekommen haben.

🧭 Fazit: Mankwe abseits der Lodge – purer Buschgenuss

Diese Nacht auf der abgelegenen Campsite des Mankwe Tented Retreats war eine der intensivsten unseres bisherigen Trips. Kein Luxus, kein Lärm, kein Empfang – nur wir, das Feuer, und das, was draußen im Busch geschieht. Aber es war ja erst der Anfang unserer "Busch-Tour".

Die Mischung aus gut durchdachter Ausstattung (eigenes Waschhaus, Feuerholz) und echter Wildnis macht diesen Ort zu einem besonderen Tipp für Selbstfahrer mit 4x4. Wer die Abgeschiedenheit nicht scheut und gerne mit einem Ohr in die Dunkelheit horcht, wird diesen Ort lieben.

Nächster Halt: Khwai – wir sind gespannt, ob wir dort einem Löwenrudel selbst begegnen oder den seltenen Wilddogs.

Daher brachen wir schon früh am nächsten Morgen auf! Aber was ist das? Der Hinterreifen hat wohl doch ein kleines Loch, denn dieser war am Morgen fast platt. Ein Reifenwechsel? Nein danke. Zum Glück hat jeder Mietwagen einen Luftkompressor mit an Bord. Also ab an die Autobatterie und erstmal den Reifen auffüllen. 




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