Kubu Island
Kubu Island – Sterne, Steine und die unendliche Salzpfanne
Der nächtliche Übeltäter, der sich in der vergangenen Nacht an unserem Mülleimer zu schaffen gemacht hat, konnte dank der Wildtierkamera endlich entlarvt werden. Nach fachkundiger Sichtung der Bilder handelte es sich – Trommelwirbel – nur um einen Hund! Wir mussten lachen. Also doch kein geheimnisvolles Tier oder eine neugierige Hyäne.
Nach einem gemütlichen Frühstück auf dem wirklich sehr schönen Campingplatz im Khama Rhino Sanctuary brachen wir relativ zeitig auf. Unser nächstes Ziel: Kubu Island. Eine der faszinierendsten Landschaften Botswanas – und vielleicht sogar ein kleiner magischer Ort.
Was ist Kubu Island eigentlich?
Kubu Island (auch „Lekhubu Island“ genannt) ist eine felsige Granitinsel, die wie eine kleine Erhebung aus der flachen Weite der Sowa-Pfanne aufragt – einem Teil der berühmten Makgadikgadi-Salzpfannen. Jahrtausendealte Baobab-Bäume schmücken die Insel, die von spiritueller Bedeutung für das Volk der Bakalanga ist. Schon bei der Ankunft spürt man irgendwie diese besondere Atmosphäre: uralt, still und erhaben.
Der Weg ist halb so wild
Entgegen einiger Reiseführer, die die Anfahrt als schwierig oder nur saisonal möglich beschreiben, war der südliche Zugang für uns tatsächlich recht gut zu bewältigen. Dank unseres frühen Starts waren wir bereits gegen 14 Uhr am Ziel und konnten den Nachmittag für einen ausgiebigen Spaziergang über die „Insel“ nutzen. Viel Zeit zum Staunen, Fotografieren und einfach nur Dasein.
Sternenmagie über der Salzpfanne
Kubu Island ist berühmt für seinen unglaublichen Sternenhimmel. Aufgrund der völligen Abwesenheit von Lichtverschmutzung kann man hier die Milchstraße in ihrer vollen Pracht sehen – ein Erlebnis, das man so schnell nicht vergisst. Wir hatten uns fest vorgenommen, genau das mit der Kamera einzufangen. Leider klappte das Fotografieren der Milchstraße nur „semi“. Aber auch das gehört dazu – der Himmel war trotzdem atemberaubend. Hier ein geklautes Foto von den "Profis".
Abendstimmung und Netflix im Zelt
Den Abend verbrachten wir am Lagerfeuer, wie es sich gehört. Doch ein ordentlicher Wind machte es irgendwann ungemütlich, und so zogen wir uns etwas früher ins Zelt zurück – inklusive einer kleinen Session Netflix. Muss auch mal sein...
Abschied mit Rüttelfaktor
Am nächsten Morgen unternahmen wir noch eine kleine Fahrt hinaus auf die weite Salzpfanne, bevor wir uns gegen 10 Uhr von Kubu Island verabschiedeten – diesmal in Richtung Norden. Vorher hieß es aber früh aufstehen, denn es hieß Sonnenaufgang schauen. Diese Strecke, für andere vielleicht die Anfahrt, war für uns die Ausfahrt – und sie hatte es in sich. Der Weg war deutlich länger (91 km) und nachdem wir einmal falsch abgebogen waren, zog sich die Fahrt bis zu unserem nächsten Ziel, Elephant Sands, auf etwa fünf Stunden.
Wir können nicht genau nachvollziehen, wo wir einmal falsch abgebogen sind, aber in Summe sind wir bestimmt 45 min. Richtung Süden anstatt Norden gefahren. Eine verlassenes Veterinär-Gate, welches doch recht ähnlich aussah wie am Vortrag, machte uns stutzig und der Blick auf den Kompass verriet nichts gutes 🤣.
Was viele übrigens nicht wissen: Natürlich verläuft die Anfahrt nicht nur über die atemberaubende weiß-graue Salzpfanne. Die meiste Zeit geht es durch klassisches - recht langweiligs - Buschland. Wobei der Hillux ordentlich Gestrüpp und Dornen abbekommt.
Der Hilux wurde auf den 91 Kilometern bis zu "Hauptstraße" auf jedenfall ordentlich durchgeschüttelt – keine unbezwingbare Piste, aber deutlich anstrengender als der südliche Weg. Staub, Rillen, Geruckel – echtes Offroad-Feeling eben. Umso größer die Freude, als wir schließlich das Camp erreichten – Zeit für eine Pause, kalte Getränke und ein bisschen durchatmen.
Und am Abend, wie es der Name schon sagt, Elefanten.








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