Grenzübergang und die Suche nach einer SIM-Karte
Auf nach Botswana
Erst kurz vor 17 Uhr kamen wir am Grenzübergang an – und schon gab es die erste kleine Aufregung. Wenngleich die Ausreise aus Südafrika eigentlich ganz schnell ging, kam am letzen Check die Frage der Beamten nach den Ausreisepapieren vom Autovermieter auf. Tja, und diesmal hatten wir leider nicht wirklich etwas Schriftliches dabei.
Die Idee der Beamten: Wir sollten doch einfach kurz den Autovermieter anrufen musste ich ablehnen – wir hatten ja keine funktionierende SIM-Karte für Südafrika noch für Botswana. Aber wie so oft in Afrika: Nach ein paar netten Worten, einem kleinen Lachen und nachdem sie ein paar E-Mails und Dokumente auf meinem Handy abfotografiert hatten, durften wir doch weiterfahren.
Nächster Schritt: Die Einreise nach Botswana. Auch hier ging alles erstaunlich problemlos. Ein Formular ausfüllen – als nächsten Stop habe ich es diesmal einfach mit dem Crystal Palace Hotel versucht 😆 – Stempel bekommen, fertig.
Dann noch schnell die Einreisegebühr fürs Auto und die sogenannte Road Fee bezahlt und ab zur letzten Station: Kontrolle des Fahrzeugs. Denn es dürfen keine frischen Früchte, kein Gemüse, keine Eier, kein Frischfleisch und kein Holz eingeführt werden. Zum Glück war die Beamtin sehr freundlich und glaubte mir, als ich sagte, dass wir sowas nicht dabei haben. Also: durchgewunken! Und das war auch gut so – denn es war inzwischen 18 Uhr und langsam wurde es dunkel.
Eigentlich hatten wir geplant, im Garten des Mokolodi Backpackers zu übernachten. Doch dort sagte man uns kurzfristig ab, weil eine größere Gruppe angekommen war. Also mussten wir spontan umplanen – und fanden eine kleine Farm direkt hinter der Grenze. Im Nachhinein: ein echter Glücksgriff. Für 300 Pula (etwa 20 Euro) bekamen wir einen schönen Platz. Zwar liegt der Platz direkt an der Straße aber nachts war es dennoch relativ ruhig. Ferner bauen die Besitzer wohl noch etwas aus. Es gibt ein sehr neues Waschhaus.
Am Abend verbrachte Leonie viel Zeit mit den unglaublich zutraulichen Hunden der Farm. Ich setzte mich ans Lagerfeuer zu einem netten Paar aus Gordon's Bay – es war ein richtig schöner Abend mit guten Gesprächen und dem ein oder anderen kühlen Bier.
Am nächsten Morgen ging es weiter Richtung Khama Rhino Sanctuary. Zuerst machten wir aber noch einen Stopp in Gaborone, um in der Westgate Mall einzukaufen. Die Mall war ehrlich gesagt nicht besonders hübsch und auch der Supermarkt hatte nicht viel Auswahl.
Dann begann unsere Odyssee mit der SIM-Karte:
Erster Versuch: Der Orange-Schalter im Supermarkt. Dort hieß es nur: „Tut uns leid, wir haben keine SIM-Karten mehr.“
Also weiter gesucht. Schließlich fanden wir eine Karte bei einem kleinen Shop, aber leider von Mascom – und die Kollegin von Orange konnte diese nicht aktivieren. Nach vielem Herumfragen und Warten waren wir irgendwann so genervt, dass wir beschlossen weiterzufahren – aber ganz auf mobiles Internet wollten wir auch nicht verzichten.
Also nochmal abgebogen, diesmal zur Airport Mall – eine deutlich größere, schönere und modernere Mall. Dort fanden wir einen Mascom-Shop. Und wie so oft in Afrika: viel Warten… aber als wir dann endlich dran waren, war die Dame wirklich freundlich und hilfsbereit. Endlich hatten wir wieder Internet! Wenngleich wir uns vorgenommen haben, auf dieser Reise bewusst die Zeit am Smartphone zu reduzieren...
Inzwischen war aber schon ordentlich Zeit vergangen – und es lagen noch etwa 4 Stunden Fahrt vor uns. Zum Glück übernahm Maja einen Teil der Strecke. Es ist wirklich beeindruckend, wie sicher sie den 5 Meter langen Hilux über die Straßen lenkt.
Das Einchecken im Khama Rhino Sanctuary verlief ganz unkompliziert. Noch schnell etwas Feuerholz besorgt – und dann ging’s auf unsere Campsite. Vom Eingang muss man dann noch einige Kilometer zur Campsite fahren.
Jetzt merkte man deutlich, dass wir wirklich in Botswana angekommen sind. Die Anfahrt – wie auch der ganze Park – besteht größtenteils aus Sandpiste. Mit etwas Geschick schafft man das sicher auch mit einem normalen Auto, aber wir gingen lieber auf Nummer sicher und schalteten immer mal wieder in den Allradantrieb ein.
Den Abend ließen wir dann ganz gemütlich am Lagerfeuer ausklingen – mit Weißwein, Sternenhimmel und einem richtig schönen Gefühl, angekommen zu sein.



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